Why to go vegan

Hoffe ich schaffe das heute noch ... muss bald anfangen zu kochen weil's nachher weggeht.

Also: Das hier ist sozusagen die Fortsetzung zu meinem "Why to go vegetarian"-Eintrag. Ich dachte ja anfangs, wie so viele Leute es immer noch tun, dass nichts daran falsch ist, Eier, Milch und daraus gemachte Produkte wie Käse, Butter, Joghurt, Brötchen mit Milchpulfer, etc. zu essen. Aber selbst Bio-Eier und das alles kann ich mittlerweile nicht mehr mit gutem Gewissen essen weil:

 

 1. Die armen Tiere:

  Ja, richtig gehört. Denn selbst um Milch und Eier zu gewinnen, werden Tiere gequält und sogar getötet!

 

  Fangen wir mit den Milchkühen an:

  - Die Kälber werden bereits kurze Zeit nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt (sollen ja nicht die Milch wegsaufen ...)

  - Enthornung: ca. die Hälfte aller Bio-Kühe werden enthornt. Und an den Hörnern sind Nervenenden. Das ganze ist also ziemlich schmerzhaft.

   - Milchkühe werden mindestens ein Mal im Jahr geschwängert (natürlich künstlich); Schlussfolgerung (siehe erster Punkt): sie müssen jedes Jahr ein Kalb austragen, das sie kurz nach der Geburt auch gleich wieder verlieren. Kann man sich ja vorstellen, was für eine psychische und körperliche Belastung das ist: Die Euter werden Überdimensional groß, demzufolge empfindlicher gegenüber Tritten und sonstwas, dem sie in ihrer engen Umgebung ja wohl oder übel ausgesetzt sind, und auch empfindlicher gegenüber Krankheitserregern.

  -  viele Bio-Kühe leben in einer sogenannten Anbindehaltung, d.h. sie sind an einer kurzen Schnur irgendwo festgebunden und können sich demzufolge kaum bewegen. Einige Stunden kann man sich das ja noch vorstellen, aber ein ganzes Leben ? Und sowas nennt sich Bio ...

  - jaaa ... nach fünf Jahren (oft auch schon eher)  rumstehen und Milch produzieren ist dann aber  auch mal langsam Schluss mit lustig: Dann sehen die Kühe nämlich zur Abwechslung mal was anderes als immer nur ihr "schönes Zuhause". Es geht nämlich zum Schlachter. Und wie das abläuft habe ich in meinem vorherigen Eintrag ja schon beschrieben. Naja, besser Schrecken ohne Ende als ein Ende ohne Schrecken - oder wie heißt das nochmal ?

 

Jetzt zu den Legehennen:

  - Gleich nach der Geburt wird Selektiert (nennt sich "Sexen", wer's genau wissen will :p): Weibchen:  Die werden natürlich noch gebraucht, also ab in die Aufzucht. Männchen: Brauchen wir nicht, werden getötet (vergast, o.ä.)

  - Sooo, dann geht's auf in den  Legebetrieb: fast täglich ein Ei Legen, damit die großen Bosse schön viel Profit machen können ... jetzt mal ehrlich: Ein normales Huhn würde nie im Leben so viele Eier legen. Es kommt zwar vor, dass es ein paar Tage hintereinander jeden Tag eines legt, aber dann ist auch mal Schluss. Also ich bezweifle, dass das sonderlich angenehm ist.

  - Massenhaltung kommt auch bei Bio-Hennen vor: 20.000 Hennen pro Stall sind der Normalfall. Und sowas hat dann natürlich auch keine positiven Folgen auf die Hennen: Aggresionen bis zum Mord der eigenen Artgenossen, schnelle Verbreitung von Krankheitserregern (die Hygiene ist ja eh meistens nicht die beste), etc.

   - Und dann noch die Sache mit der Freilandhaltung: Um das auf die Eierschachtel schreiben zu können muss es den Hühnern möglich sein, 1/3 ihres Lebens draußen zu verbringen. Allerdings wird das bei den meisten Betrieben auch nicht ganz so genau genommen: die meisten können gerade einmal am Wochenende nach draußen ... und dazu kommt noch, dass die Freilandgehege oft nicht genug geschützt sind, sodass sie sich erst gar nicht nach draußen trauen. Tja, man spart halt wo man kann :p

- Joap, jetzt währen wir mal wieder am Ende angelangt: Auch Legehennen müssen einmal sterben. Und das nach ca. 1-3 Jahren. 300 Eier im Jahr hält so ein Huhn ja auch nicht ewig durch. Und die, die dann nicht schon wegen den Aggressionen ihrer "Mitbewohner" gestorben sind, landen dann halt in unserem Suppentopf.

 

Da will man doch wirklich nicht mehr wissen, wie es dann den Hennen in Käfighaltung geht, oder ?

 

2. "Haaaa-tischibu"- Gesundheit

  - Da Veganer sich ja (in den allermeisten Fällen) zwingend mit dem Thema Gesundheit beschäftigen, ist diese Lebensweise viel ... ähm ... gesünder.

  - Käse, Sahne, etc. macht einfach nur Fett! Zwar enthält es auch viele wichtige Stoffe (Eiweiß ) aber selbst diese sind im Übermaß schädlich für den Körper.

  - Außerdem ernährt man sich als Veganer oft sogar viel ausgewogener, als als Vegetarier oder Fleischfresser (meinen Erfahrungen nach zumindest). Ich habe in letzter Zeit so viele Sachen entdeckt, die ich mir auf's Brot schmieren kann und auch beim Frühstück macht das Experimentieren einfach nur Spaß (werde demnächst mal was hochladen, wenn ich ein paar Sachen zusammen hab) :D

 

3. Die Umwelt

 Bin zu faul, jetzt nochmal so ewig viel zu schreiben. Wer den Eintrag "Why to go vegetarian" gelesen hat, kann sich ja vorstellen, dass die Umwelt durch die Milch- und Eierproduzenten ungefähr genauso belastet wird wie durch die Fleischhersteller.

 

 

Sooo, endlich fertig ... und ich habe eigendlich nur die Hälfte von dem was ich eigendlich vorhatte geschrieben, aber naja. Musste zum Kochen und Weggehen jetzt doch eine Pause einlegen. Das Essen hat geschmeckt, der Handwerkermarkt war interressant und eine schöne Ausbeute. An alle, die sich jetzt wundern: Ja, das ist vegan! Das sind keine Fischstäbchen, sondern Tofustäbchen. Und der Kartoffelbrei ist mit Sojamilch und Margharine gemacht. Also bis dann und schönen Sonntagabend noch


 

 

30.6.13 21:38

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